Freizeitpferde
Der Ausdruck „Freizeitpferd” ist ein Sammelbegriff für Pferde die nicht im Turniersport eingesetzt werden. Diese Bezeichnung verrät aber nichts über Rasse, Alter, Ausbildung, Eignung, Charakter oder andere Eigenschaften des Tieres.
Freizeitpferde werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt:
Freizeitreiten . Das konventionelle Reiten nennt man heute „englisches Reiten“, denn es kommt aus der ehemahligen Militär – und Jagdreiterei. Diejenigen, die sich dieser Freizeitbeschäftigung widmen wollen, sollten Reitstunden von qualifizierten Ausbildern nehmen, weil das Zusammensein mit dem Pferd auch gefährlich sein kann. Reitstunden bestehen nicht nur aus Reiten in Bahn und Gelände, sondern man muss auch verschiedene Arbeiten ums Pferd erledigen (Putzen, Füttern, Sattelpflege) und am theoretischen Unterricht teilnehmen.
Westernreiten . Diese Form des Reitens hat ihre Ursprünge in dem Wilden Westen, es entwickelte sich aus der Arbeitsweise der Cowboys. Um das Vieh in den Prärien zu kontrollieren, betreuen und versorgen zu können, wurde das Pferd zum „Mitarbeiter” des Reiters erzogen. Da heute Westernpferde seltener bei der Arbeit eingesetzt werden, entwickelte sich eine eigene Turnierlandschaft für Westernreiter, wo die Teilnehmer Proben bewältigen sollen, die an das Cowboy-Leben erinnern. Zum Beispiel: Sliding Stop (Stop bei dem das Pferd mit der Hinterbein fast auf dem Boden „sitzt“ ) oder Cutting ( der Reiter muss ein Rind aus einer Herde „herausschneiden“ und es daran hindern, zurückzukehren ).
Therapeutisches Reiten . Der grundsätzliche Unterschied zwischen Sportreiten und therapeutisches Reiten ist, dass bei dem Letzteren Leistungssteigerung keine Rolle spielen. Das Reiten kann eine heilende Wirkung haben: es wurde festgestellt, dass die rhythmischen Bewegungen des Pferderückens die Spasmen (Muskelverkrampfungen) mindern. Ausserdem hilft das Reiten bei der Abbau der Ängste, verbessert die Körperhaltung und trainiert das Herz, den Kreislauf und die Atmung. Es ist sehr wichtig, dass die Therapie nur von entspreschenden Fachkräften und geeigneten Pferden durchgeführt werden.
Wanderreiten . Nimmt man an mehrtägigen Wanderungen zu Pferd teil, kann man die Natur geniessen, unerahnte Sehneswürdigkeiten entdecken und nicht zuletzt sich selbst und das Pferd besser kennenlernen. Das Wichtigste beim Wanderreiten ist sowohl für das Pferd als auch für den Reiter die gute körperliche Kondition und entsprechendes Training.