Pferdefutter

 

Pferdefutter ist eine wichtige Seite der Pferdehaltung, denn Gesundheit und Leistungsbereitschaft des Pferdes hängen davon ab, was und wieviel es zu fressen bekommt.

In der freien Wildbahn fressen Pferde ständig kleine Mengen Futter vom Boden. Deshalb zeichnet sich das Verdauungssystem der Pferde durch einen relativ kleinen Magen aus. So müssen Hauspferde ihre Nahrung in vielen kleinen Portionen aufnehmen. Bekommt ein Pferd grössere Futtermengen auf einmal serviert, kann es zur sogenannten Schlundverstopfung führen, d. h. die Speiseröhre des Tieres verstopft sich so dass es nicht mehr schlucken kann.

Pferdenahrung wird in verschiedene Sorten unterschieden:

•  Rauhfutter

•  Kraftfutter

•  Saftfutter

Als Rauhfutter gelten Stroh und Heu, diese sind die Grundlagen der Pferdeernährung. Heu wird oft auch Brot für Pferde genannt. Gutes Futterheu ist grün, hat einen aromatischen Duft und ist frei von Schimmel und Unkräuter. Jedes Pferd sollte mindestens 6 Kilo Heu pro Tag bekommen. Das Stroh liefert kaum Nährstoffe, enthält aber Ballaststoffe, die eine wichtige Rolle bei der Verdauung der Pferde haben.

Kraftfutter sind Getreidefutter oder andere Futtermischungen, zum Beispiel Pellets oder Müslis. Der bekannteste Kraftfutter in Europa ist Hafer. Es enthält Nährstoffe, die das Pferd spritzig und leistungsbereit machen, und Klebereiweißen, die auch für Pferde besonders verträglich sind. Gerste wird im arabischen und amerikanischen Raum verwendet. Sie ist wegen der harten Hülle schwer zu verdauen und gibt daher weniger Energie. Mais wird auch „der Dickmacher” genannt, weil mehr Energie als vergleichbare Nahrungsmittel enthält. Man kann damit auch Pferde mit wenig Appetit mit genügend Energie versorgen. Pellets sind kleine, harte Würste, die aus einer Mischung von gemahlenem Getreide und zerkleinerten Heu bestehen, oft mit Vitaminen und Mineralien angereichert. Müsli für Pferde ist auch eine Mischung verschiedener Getreidesorten, die manchmal durch Zuckersirup versüsst wird, damit es lieber gefressen wird.

Saftfutter sind Äpfel, Bananen, Möhren, Gras u. a. Die Zufütterung mit diesen ist nur dann nötig, wenn die Tiere keine Möglichkeit zum Grasen haben.

Bei der Fütterung der Pferde muss man immer die individuellen Bedürfnisse beachten: Fohlen und säugende Stuten haben einen erhöhten Eiweißbedarf, Sportpferde brauchen dagegen mehr Energie.