Pferderassen
Jeder von uns kennt das Pferd: das ist als Reit- oder Zugtier gehaltenes, grosses Tier mit glattem Fell, langer Mähne und einem langhaarigen Schwanz (Duden). Die meisten Menschen wissen auch, dass es verschiedene Pferderassen gibt, die je nach ihrer Eigenschaften zu verschiedenen Zwecke dienen.
Pferderassen werden nach ihrem ursprünglichren Zuchtgebiet kategorisiert.
- Westeuropa. Die berühmtesten Rassen dieser Gruppe sind die iberische (Andalusier, Lusitano) und die arabische (Berber, arabisches Vollblut) Rassen und die einigen Kleinpferd- oder Ponyrassen (Färöerpony , Albaner ).
- Zentral- und Osteuropa. Zu dieser Gruppe gehören Rassen wie das Don – Pferd, das traditionelle Pferd der Kosaken und der Gidran, das Pferd der Husaren.
- Südamerika: Eine bekannte Rasse dieser Gruppe ist der Paso Fino (übersetzt „feiner Gang”), auch der Name einer Pferdegangart.
- Nordamerika: Eine namhafte Rasse dieser Gruppe sind die wild lebende Pferde Amerikas, die Mustangs. Sie sind aber keine richtigen Wildpferde, sondern stammen aus den verwilderten Pferde der Einwanderer. Bekannt ist auch der Palomino wegen seiner einzigartigen Farben ( goldenes Fell mit silberner bzw. weißer Mähne ).
- Asien und Australien. Der Brumby stammt, wie der amerikanische Mustang, von domestizierten Pferden ab, und lebt heute in der Wildnis.
Die Pferde werden nicht nur nach ihrem Herkunft, sondern auch nach ihrem Temperament in Gruppen eingeteilt. Man unterscheidet zwischen Warmblüler, Kaltblüter, Vollblüter und Halbblüter.
Warmblüter sind temperamentvolle, bewegliche, manchmal auch nervöse Pferde. Sie werden vor allem zum Reiten genutzt, sind hervorragende Dressur- und Springpferde. Bekannte Warmblutrassen sind der Anglo-Araber, der Lipizzaner und der Andalusier. Kaltblüter haben ein sehr ruhiges und friedliches Temperament, sind gross und sehr kräftig. Man benutzt sie hauptsächlich als Zugpferde für schwere Lasten in der Landwirtschaft und bei der Waldarbeit als sogenannte Rückenpferde. Wegen ihrer friedlichen Gemüts können sie auch als Familien- und Freizeitpferde eingesetzt werden. Der Shire Horsee , der Belgier, der Percheron und der Neusath-Perschen sind die bekanntesten Kaltblüter.
Die beiden einzigen Vollblutrassen sind das Arabische und das Englische Vollblut. Sie sind sehr schnelle und temperamentvolle Pferde, die man vor allem beim Pferderennen sehen kann. Die Halbblüter entstehen aus der Kreuzung eines Vollblutes mit ruhigeren Pferden. Halbblüter sind zum Beispiel der Trakehner und der Hannoveraner.