Sportpferde

 

Das Pferd wurde während seines Zusammenlebens mit dem Mensch in vielen Bereichen eingesetzt. Sei es die Rede von Kampf, Feldarbeit oder Lasttragen, war das Pferd immer sehr gut zu gebrauchen. Mit der Zeit wurden seine Aufgaben von Maschinen übernommen und heute dienen Pferde mehr der Entspannung und der Erholung. Rennpferde unterhalten grosse Menschenmengen bei verschidenen Pferderennen, das Reiten auf Freizeitpferden ermöglicht eine entspannte Zeit in der Natur.

Sportpferde werden in sportlichen Wettbewerben eingesetzt. Es gibt spezifische Pferdesportdisziplinen: Springreiten und Dressur.

Springreiten bedeutet, dass Pferd und Reiter eine Strecke (den sogenannten Parcours) überwältigen müssen, auf der verschiedene Hindernisse stehen. Diese Hindernisse sind ca. 1,60 m hoch und 2 m tief. Bei dem Wettbewerb werden Strafpunkte vergeben für das Abwerfen der Hindernisteilen, die Ungehorsamkeit oder das Stehenbleiben des Pferdes und das Überschreiten der erlaubten Zeit.

Das Springen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter. Das Wichtigste um einen Turnierparcours fehlerfrei zu überwinden, ist das richtige Anreiten der verschiedenen Hindernisse. Der Reiter muss das Pferd in die richtige Ausgangsposition zum Sprung bringen und dabei auf Rhythmus, Gleichgewicht, Tempo und Schwung achten.

Springreiten hat viele Fans, aber auch viele Gegner. Diese meinen, dass Springen über Hindernisse dem Pferd nicht artgerecht sei. Doch es wird immer wieder betont, dass die Pferde, die man beim Springen einsetzt das Ergebnis einer langen Zucht sind, wo man sich das Ziel gesetzt hat leistungsfähige und leistungsbereite Pferde zu züchten.

Dressur bedeutet Abrichten von Tieren und die öffentliche Vorführung des Ergebnisses. Bei der Pferdedressur müsser die Tiere verschiedene streng vorgeschriebene Bewegungen durchführen. Hier nur einige Beispiele:

•  Vorhandwendung: das Pferd wendet sich aus dem Halten und ist dabei entgegen der Bewegungsrichtung gestellt

•  Pirouette: Wendung aus der Hinterhand, in Galopp ausgeführt

•  Pessade: Das Pferd erhebt sich in einem Winkel von ca. 45° auf der Hinterhand, und verharrt darin einen Augenblick

•  Die Piaffe: Trap auf der Stelle

Die schönsten Beispiele der Pferdedressur kann man in Institute wie die Spanische Reitschule in Wien oder die Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre sehen. Hier wird das Reiten als eine Kunstform betrachtet.